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Montenegro - Studienreisen und Rundreisen

Montenegro - dort wo die Berge auf das Meer treffen! Dieser kleine Staat an der Adria wird Sie durch idyllische Landschaften und antiker Kultur und Geschichte verzaubern. Treffen Sie auf herrliche Sand- und Kiesstrände mit kristallklarem Wasser, alte Burgen, Klöstern und Kirchen, und auf Kulinarik der Extraklasse. Besuchen Sie Kotor und Budva, zwei Städte mit viel Geschichte direkt an der Adriaküste, aber versäumen Sie nicht die Hauptstadt Podgorica mit der Universität, der Akademie für Wissenschaften, die Georgskirche, den Uhrturm, die Alte Brücke, die Zitadelle und diversen Theater und Museen. Versäumen Sie nicht eine Rundreise durch Montenegro und lernen Sie seine Kultur kennen!

Sehenswürdigkeiten in Montenegro

Kotor: Altstadt

Kotor Altstadt

Ein Besuch der alten Hafenstadt Kotor sollte auf einer Reise nach Montenegro unbedingt dazugehören. Die Geschichte Kotors reicht zurück bis in die Antike, als Piraten und Seeräuber die gleichnamige Bucht von Kotor als Schlupfwinkel nutzen. Später ließen sich Römer, Byzantiner und viele andere Völker an seinen Küsten nieder und erschufen eine pulsierende Handelsstadt, in der Kulturen aus Ost und West auf einzigartige Weise miteinander verschmelzen konnten.

Die noch heutige existierende, so berühmte Altstadt von Kotor ist vornehmlich ein Werk des Mittelalters. Authentisch und mit viel Liebe zum Detail wurde der historische Stadtkern rekonstruiert; Autos sind verboten und moderne Gebäude fehlen fast völlig. Und auch wenn das lokale Gewerbe heute vor allem vom Tourismus bestimmt wird, ist das Flair der uralten Handelsstadt in seinen engen, steinigen Gassen noch immer lebendig. Gerade in den Abendstunden erwachen die malerischen Nebenstraßen und Plätze der Kleinstadt zum Leben und vermitteln einen authentischen Eindruck von der mediterranen Lebensart, die Kotor seit Jahrtausenden geprägt hat.

Sehenswürdigkeiten der Altstadt

Kotor ist von einer wilden Küstenlandschaft umgeben. Seit Jahrhunderten fast unverändert, wird sie kontrastiert von modernen Kreuzfahrtschiffen und Jachten, die dafür sorgen, dass der Hafen von Kotor auch heute noch lebendig bleibt. Neben malerischen Wohn- und Handelsgebäuden mit pittoresken roten Dächern hat Kotor seinen Besuchern viele individuellen Sehenswürdigkeiten zu bieten: Die Stadtmauern, die bis zu zwanzig Meter hoch sind und zu Fuß begangen werden dürfen, umgeben die Altstadt auf einer Länge von 4,5 Kilometern.

Die 1166 fertiggestellte Sankt-Tryphon-Kathedrale gilt als die schönste Kirche Montenegros und größte romanische Kirche der östlichen Adria. Dort werden auch die Reliquien des Heiligen Tryphon aufbewahrt, des Schutzpatrons von Kotor. Daneben birgt die Kirche eine der wertvollsten Kunstsammlungen der gesamten Region. Die vielen anderen Kirchen der Stadt können damit zwar nicht mithalten, verzaubern allerdings mit ihrem ursprünglichen mediterranen Kleinstadt-Charme.

Weltberühmter Geheimtipp

Die Altstadt von Kotor ist bereits seit 1979 als Weltkulturerbe der UNESCO gelistet und ist damit das gegenwärtige einzige Kulturdenkmal in Montenegro, dass sich dieser Stellung rühmen darf. Da verwundert kaum, dass gerade im Sommer viele Touristen durch die malerischen Gassen streifen. Verglichen mit anderen Welterbe Stätten ist Kotor aber nach wie vor ein Geheimtipp, der sich seine ursprüngliche Atmosphäre bewahrt hat und heute wieder so lebendig und vielfältig ist wie einst.

 


Kloster Morača

Kloster Moraca

Zu den besonderen, geradezu einmaligen Sehenswürdigkeiten in der Zentralregion von Montenegro gehört das Kloster Morača aus den 1250er-Jahren. Montenegro ist ein knapp 14.000 km² großes Balkanland direkt an der Adriaküste. Von den rund 625.000 Einwohnern leben knapp ein Drittel in der Landeshauptstadt Podgorica. Das Kloster ist nach dem gleichnamigen, 100 Kilometer langen Fluss benannt. Es steht nördlich der Morača-Schlucht. Durch seine Lage in direkter Nähe zur heutigen Europastraße E65/E80 in Richtung Podgorica ist die historische Sehenswürdigkeit verkehrsmäßig sehr gut erreichbar.

Studienreise zu den mittelalterlichen Christen

Das Kloster Morača ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Reise wert. Die Besichtigung führt zurück in die Geschichte mittelalterlicher serbischen Herrscher wie den Nemanjiden. Gemeinsam mit Kloster Ostrog und Kloster Piva ist das Kloster Morača eine der herausragenden kulturell-religiösen Stätten im ganzen Montenegro. Zum weitläufigen Anwesen von Kloster Morača gehören eine Kapelle, die bei ihrer Errichtung in den 1630er-Jahren dem Heiligen Nikolaus geweiht wurde, das damalige Wohngebäude für die Mönche und die Hauptkirche. Auf das Klostergelände führen zwei Eingänge; ansonsten ist es von einer mehrere Meter hohen Mauer umgeben.

Ikonostase nebst Ikonensammlung aus den 1700er-Jahren

Die Hauptkirche von Kloster Morača ist einschiffig mit Vorhalle erbaut worden. Die Darstellung des Stammes Jesu auf einer mehrere m² großen Wand ist ein Blickfang. Abgesehen von der Architektur des Bauwerkes ist die Wandmalerei eine weitere Besonderheit. Von der ursprünglichen Malerei aus dem 13. Jahrhundert ist nur noch wenig im Diakonikon erhalten; der überwiegende Teil wurde bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts anlässlich der Plünderung von Kloster Moraca durch die Türken vernichtet. Einmalig und weitestgehend erhalten ist eine reichhaltige, mehrere Jahrhunderte alte Ikonensammlung. Die Fresken im Hauptraum werden überaus eindrucksvoll vom Leben Jesu Christi sowie von den Heiligen der orthodoxen Religion und Tradition geprägt.

 


Cetinje

Die Kleinstadt Cetinje liegt in Montenegro und hat etwa 15.500 Einwohner. Einst königliche Hauptstadt Montenegros ist die hübsche Stadt noch immer der kulturelle Mittelpunkt von Montenegro. Für ihre relativ geringe Größe besitzt die Stadt viele Gedenkstätten und hochinteressante Sehenswürdigkeiten. Heute können einige relativ gut erhaltene frühere königliche Paläste, Regierungsbauten und ein Kloster besichtigt werden. Architektonisch faszinierend sind auch die früheren Botschaftsgebäude ausländischer Staaten, wie die von Österreich-Ungarn und Russland. Mit seinen prächtigen Renaissancepalästen, zahlreichen europäischen Botschaften und international anerkannten Museen ist Cetinje in jedem Fall einen Besuch wert.
Cetinje Kloster

Bild: Kloster von Cetinje, Montenegro


Das eindrucksvolle Kloster von Cetinje wurde im Jahr 1430 gegründet und machte die Stadt zum spirituellen Zentrum Montenegros. Das Kloster hat eine Schatzkammer, einen Reliquienschrein und eine wertvolle Bibliothek, in der geschichtsträchtige Drucke aufbewahrt sind, die im 15. Jahrhundert in Cetinje angefertigt wurden. Für Touristen gibt es einen kleinen Souvenirshop mit Andenken. Dem Kloster von Cetinje gegenüber und versteckt hinter dicken Mauern und wuchtigen Türmen steht die Biljarda. Der festungsähnliche Bau wurde im Jahr 1838 als Sitz von Petar II. nach russischen Plänen errichtet. Auch die Finanzierung wurde von St. Petersburg übernommen. Ihren Namen erhielt die 70 Meter lange Residenz von Petars Liebe zum Billardspiel. Die festungsähnliche Biljarda beherbergt heute das spannende Petar II.-Museum.

Der Biljarda schräg gegenüber, steht die serbisch-orthodoxe Kirche der jungfräulichen Geburt. Die erst im Jahre 1890 errichtete Kirche bewacht den ewigen Schlaf von Cetinjes berühmtesten Persönlichkeiten. Der Stadtgründer Ivan Crnojević, König Nikola I. und seine Frau Milena sind hier bestattet. Hier stand wahrscheinlich die berühmte erste Druckerei Europas, die seit 1485 in Betrieb gewesen sein und die kyrillische Schrift verbreitet haben soll.

Auch der ehemalige Palast des Königs Nikolas ist einen Besuch wert. Die königliche Familie residierte hier ab 1867. In den stilvoll eingerichteten Räumlichkeiten befindet sich heute das Nationalmuseum von Montenegro. Das Museum besteht aus zwei Dauerausstellungen: eine über die Geschichte von Montenegro und eine Kunstausstellung. Es lohnt sich für Urlauber, ein Kombi-Ticket für mehrere Sehenswürdigkeiten der kleinen Stadt zu kaufen, da hiermit der Eintritt für jedes Museum Cetinjes günstiger wird.

 


Budva

Budva

Budva und seine Geschichte

Budva ist eines der ältesten Zentren an der Adria, das mehr als 2500 Jahre alt ist. 1000 v. Chr. war der Ort eine griechische Kolonie. In der Antike des vierten Jahrhunderts siedelten die Illyrer in der Region. 200 v. Chr. kam die Stadt unter römische Herrschaft. 1186 wurde Budva an das serbische Reich angegliedert. Seit dem fünfzehnten Jahrhundert gehörte Budva bis zu ihrem Niedergang zu der Republik Venedig. Danach gelangte der Ort bis zum I. Weltkrieg unter österreichische Herrschaft. Nach dessen Ende 1918 bis ins Jahr 2003 war Budva jugoslawisch. Seither gehört es zu Montenegro. Heute ist Budva ein beliebter Badeort an der Adriaküste. Die Sehenswürdigkeiten stehen aber auch auf den Reiseplänen von Rundreisen durch Montenegro.

Stari grad - Budvas Altstadt

Die Altstadt von Budva heißt in der Landessprache Stari grad. Sie ist in archetektonischer und städtischer Hinsicht eine einzigartige Einheit. Ein Netz aus Straßen und Plätzen bilden beinahe ein Labyrinth. Die Stadtmauer stammt aus dem Mittelalter und steht heute unter Denkmalschutz. Große Teile der Altstadt wurden bei einem Erdbeben im Jahr 1979 beschädigt oder sogar völlig zerstört. Auf der Grundlage von historischen Plänen wurden die Bauwerke im venezianischen Stil wiederaufgebaut.

Die Baudenkmäler der Küstenstadt Budva

Zu den Sehenswürdigkeiten in der Altstadt gehören zum einen die Sakralbauten. Das katholische Gotteshaus, das dem Heiligen Johannes dem Täufer gewidmet ist, stammt aus dem neunten Jahrhundert, während der orthodoxe Kirchenbau der Heiligen Dreifaltigkeit 1806 errichtet wurde. Zum anderen kann die Zitadelle, die aus dem sechsten Jahrhundert stammt und unter der österreichischen Herrschaft im neunzehnten Jahrhundert aus- und umgebaut wurde, besichtigt werden. Im Innern beherbergt das Kastell unter anderem einige Nachbauten von berühmten Schiffen - beispielsweise die berühmte „Santa Maria“ von Christoph Kolumbus. In den Sommermonaten wird die Zitadelle zudem zur Freilichtbühne.

 


Perast

PerastPerast ist eine malerische alte Stadt an der Bucht von Kotor in Montenegro. Sie liegt einige Kilometer nordwestlich von Kotor und ist bekannt für ihre Nähe zu den Inseln St. George und Gospa od Škrpjela.

Im Laufe der Jahrhunderte kämpften viele Imperien um die Kontrolle der Stadt. Im 10. Jahrhundert war Perast eine autonome Stadt des Byzantinischen Reiches. Von 1186 bis 1371 war sie eine freie Stadt des mittelalterlichen Serbien. Von 1420 und 1797 war die Stadt unter der Kontrolle der Venezianischen Republik. Auf die französische Besatzung von 1807 bis 1814 folgte die österreichische Herrschaft bis 1918, als Kotor endgültig Teil von Jugoslawien wurde. Die sechzehn barocken Paläste der Stadt wurden größtenteils in dieser Zeit errichtet, ebenso wie ihre siebzehn katholischen und zwei orthodoxen Kirchen. Die alte Stadt Perast hat keine Verteidigungsmauer, sondern neun Wehrtürme, von denen der wichtigste der Turm des Heiligen Kreuzes ist. Sie wurden im 15. und 16. Jahrhundert von der Marine der Republik Venedig erbaut.

Kirchen, Villen und malerische Inseln

Die Stadt liegt an der Obala Marka Martinovića, einer engen Uferstraße, die entlang der gesamten Länge des Ortes verläuft. Im Herzen der Stadt Perast befindet sich die St.-Nikolaus-Kirche, auf einem kleinen Platz mit Dattelpalmen und Bronzebüsten berühmter Bürger. Perast verzaubert Besucher mit vielen restaurierten Villen, die die Venezianer hinterlassen haben und insgesamt 16 Kirchen.Doch die berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Perast sind überhaupt nicht an Land zu entdecken: zwei besonders malerische Inseln mit ebenso eigenartigen Geschichten. Die beiden kleinen Inseln, in der Nähe von Perast liegen, heißen St. Georg und Gospa od Škrpjela (Unsere Liebe Frau von den Felsen), und jede besitzt eine idyllische Kapelle. Letztere wird auch St. Marien genannt und ist besonders interessant, da es die einzige künstlich gebaute Insel an der Adria ist. Mit einer Fläche von 3.000 Quadratmetern wurde sie auf einem Felsen (Škrpjel) gebaut, nachdem zwei venezianische Seeleute aus Perast im Jahre 1452 ein Bild der Jungfrau Maria gefunden hatten. Die beiden Inseln stehen wie die gesamte Bucht von Kotor unter dem Welterbe Schutz der UNESCO.


Nationalpark Durmitor

Durmitor Gebirge Montenegro

Bild: Durmitor Gebirge

Der atemberaubende Durmitor Nationalpark in Montenegro wurde von Gletschern gebildet und wird von unterirdischen Bächen und Flüssen durchzogen. Entlang der Tara-Schlucht, die als tiefste europäische Schlucht gilt, sind die dichten Wälder mit klaren Seen durchsetzt und beherbergen eine große Auswahl an seltenen Pflanzen und Tieren.

Durmitor ist ein atemberaubendes Kalksteinmassiv im Norden von Montenegro, das zu den Dinarischen Alpen oder Dinarides gehört. Es ist auch der Name von Montenegros größtem Schutzgebiet, dem Durmitor Nationalpark, der das Herz einer Landschaft bildet, die von Gletschern geprägt ist. Unterirdische Bäche und zahlreiche Flüsse sind in das viel größere Biosphärenreservat des Flusses Tara eingebettet. Etwa fünfzig Gipfel, die mehr als 2.000 Meter über dem Meeresspiegel liegen, erheben sich über Plateaus, Bergwiesen und Wälder. Zahlreiche Gletscherseen, die als „Bergaugen“ bezeichnet werden, bedecken die Landschaft.

Trotz seiner vielen Attraktionen ist der Durmitor Nationalpark vor allem für die spektakulären Schluchten der Flüsse Draga, Komarnica, Sušica und Tara bekannt. Letzterer gilt als tiefste Schlucht Europas. Durmitor ist ein beliebtes Touristenziel und bekannt für ideale Möglichkeiten zum Wandern, Klettern, Bergsteigen und Kanufahren. Die nahe gelegene Stadt Zabljak ist Montenegros wichtigstes Skigebiet.

Flora und Fauna im Park

Neben der außergewöhnlichen landschaftlichen Schönheit und dem faszinierenden geologischen Erbe beherbergt der Nationalpark Durmitor auch eine beeindruckende biologische Vielfalt. Begünstigt durch den Höhenunterschied von mehr als 2.000 Metern und die klimatischen Einflüsse der Berge und des Mittelmeers gibt es im breiteren Durmitor-Massiv mehr als 1.600 Gefäßpflanzen. Ein großer Prozentsatz ist im Park zu finden und viele sind seltene und endemische Arten. Große Säugetiere wie Braunbären, Graue Wölfe und Europäische Wildkatzen leben hier. Unter den 130 registrierten Vögeln befinden sich Steinadler, Wanderfalken und das Auerhuhn. Bemerkenswert ist auch die reiche Fischfauna, zu der der vom Aussterben bedrohte Donau-Lachs gehört.

Wie können Sie die Region entdecken?

Eine neue Touristikroute führt durch das Durmitor Gebirge. Rund 80 km lang können Sie mit dem Auto Panorama um Panorama bewundern. Die Strecke führt durch den Nationalpark Durmitor , der Teil des UNESCO Weltnaturerbes ist und den Naturpark Piva.